Kazi Nazrul Islam Anandalok Grundschule

Die Schule ist fertig!

Im Laufe der letzten Monate leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der lokalen Partnerorganisation großartige Arbeit.  Zunächst überzeugten sie einen Landwirt, das Land zu stiften, auf dem die Schule  errichtet werden sollte.  Dann stellten Sie das Gebäude zusammen mit den Bewohnern des Dorfes Mirjaganj  in Rekordzeit fertig.

Am Ende wurde die Einweihung enthusiastisch gefeiert.

Das erste Schuljahr!

Wie groß der Bedarf an Schule in dem Dorf Mirjaganj ist, zeigt, dass seit Mai 2013 in nebenstehendem angemieteten "zugigen" Provisorium schon 60 Schüler(innen) Unterricht erhielten, je hälftig in der Vorschul- und in der 1. Klasse. In dem neuen Gebäude findet inzwischen Unterricht für 90 Schüler(innen) statt - 30 je Klasse, der maximalen Klassengröße.

Die Lehrkräfte

Die beiden Lehrkräfte, Frau Sarubala Roy und Frau Afroza Siddigua, unterrichten drei Klassen. Sie haben im Frühjahr 2013 an einer 12-tägigen Grundausbildung teilgenommen, in der sie mit dem Schulkonzept und pädagogischen Methoden vertraut gemacht wurden. Interaktives und Kinder-zentriertes Lernen sind die Schwerpunkte der Schulungen. Einmal im Monat kommen die Lehrkräfte der Kazi Nazrul Islam Aandalok Grundschule mit Lehrkräften der anderen Grundschulen im Distrikt Nilphamari zusammen, die von der Partnerorganisation Gana Unnayan Kendra (GUK) aufgebaut werden. Bei diesen Treffen können sie sich über die Erfahrungen im Unterricht austauschen und durch die kollegiale Beratung neue Impulse für ihre Arbeit mitnehmen. Ebenso bereiten sie gemeinsam mit den anderen Lehrkräften den Unterrichtsplan für den nächsten Monat vor.

 

Gesundheit und Ernährung

Ende 2013 besuchte ein Arzt des Distrikt-Krankenhauses die Schülerinnen und Schüler, um sie zu untersuchen. Im Oktober und November bekommen die Kinder eine kostenfreie warme Mahlzeit zu Mittag. In diesen Monaten befinden sich die Familien der Tagelöhner in einer besonders schwierigen Lage. Bis zur Reisernte gibt es auf den Feldern kaum Arbeit. Der Lebensunterhalt ist für sie in dieser Zeit nicht gesichert. Erst ab Anfang Dezember haben die Arbeiter wieder ein tägliches Einkommen. Die Schulmalzeiten werden von Müttern der Schulkinder zubereitet. Durch die zusätzliche Ernährung sind die Kinder in der Lage, besser dem Unterricht zu folgen.

 

Der lang ersehnte Bau der Schule ist endlich vollendet, und alle Beteiligten blicken mit viel Hoffnung und Vorfreude in die Zukunft. Generationen von Kindern werden diese Schule besuchen können. Und vor allem die Kinder armer Familien erhalten die Möglichkeit, Bildung zu erfahren.